Wie man einen Steingarten auf ebenem Gelände, an einem Hang und auch in einem kleinen Garten anlegt

Ein Steingarten gehört zu den beliebtesten Gartenelementen, da er auf natürliche Weise Ästhetik, Funktionalität und geringen Pflegeaufwand vereint. Sie können ihn in einem kleinen Garten, am Zaun, in einer Ecke des Grundstücks oder auch an einem Hang anlegen, der sonst nur schwer nutzbar wäre. Ein gut gestalteter Steingarten fungiert als stabiles Gartenelement, das das Mikroklima verbessert, überschüssiges Wasser ableitet und den Bedarf an regelmäßiger Pflege deutlich verringert. Entscheidend sind die richtige Planung der Lage, die Drainageschicht sowie die Auswahl geeigneter Steine und Pflanzen, die an die örtlichen Gegebenheiten angepasst sind.

In diesem Artikel schauen wir uns Schritt für Schritt an, wie man einen Steingarten anlegt, ganz gleich, ob Sie sich für eine ebene Fläche, eine Ecke des Gartens oder einen Hang entscheiden. Wir werden auch auf häufige Fehler eingehen, die sich leicht vermeiden lassen, und zeigen, wie sich ein Steingarten natürlich in die Gesamtgestaltung des Gartens und der Hausumgebung einfügen kann. Zur Aufbewahrung von Gegenständen und Kleinwerkzeug kann sich ein Planenunterstand oder ein praktischer Seecontainer als nützlich erweisen.

So planen und gestalten Sie einen Steingarten

Noch bevor Sie sich damit befassen, wie Sie einen Steingarten anlegen, ist es wichtig, sich auf die Vorbereitung und Planung zu konzentrieren. Gerade diese Phase ist entscheidend und bestimmt, ob der Steingarten auch nach einigen Jahren noch widerstandsfähig, stabil, funktional und optisch ausgewogen sein wird.

Die Wahl eines geeigneten Standorts für den Steingarten

Achten Sie zu Beginn auf die Sonneneinstrahlung und beobachten Sie, wie viel Licht im Laufe des Tages auf den ausgewählten Standort fällt. Die meisten Steingärten benötigen mindestens 5 bis 6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung, da sie sonst ihre kompakte Form verlieren und die Blumen langsamer blühen. Berücksichtigen Sie auch die Ausrichtung des Grundstücks nach Süden und Südwesten, was hinsichtlich der Lage am besten geeignet ist.

Boden, Drainage und Wasserableitung im Steingarten

Ebenso wichtig wie das Licht ist auch die richtige Wasserableitung. Ein Steingarten verträgt keine stehende Feuchtigkeit, da diese zu Wurzelfäule führt. Prüfen Sie vor der Anlage, wie der Boden nach Regenfällen reagiert. Wenn das Wasser länger als einige Stunden an der Oberfläche verbleibt, muss eine Drainageschicht angelegt werden. Gerade in dieser Phase entscheidet sich, wie ein Steingarten angelegt wird, der langfristig stabil bleibt.

Entwurf von Form, Höhe und Gestaltung des neuen Steingartens

Helfen Sie sich bei der Planung mit einer einfachen Skizze oder indem Sie die Umrisse direkt vor Ort markieren. Legen Sie die ungefähre Höhe des Steingartens, die Neigung des Hangs und die Platzierung der dominierenden Steine fest. Ein natürliches Erscheinungsbild erzielen Sie, wenn Sie Symmetrie vermeiden. Wir empfehlen Ihnen, mit einer ungeraden Anzahl größerer Steine und Höhenunterschieden von etwa 20 cm zu arbeiten, damit der Steingarten nicht flach wirkt.

Die Einbindung des Steingartens in den restlichen Garten

Denken Sie bereits in der Planungsphase darüber nach, wie Sie den Steingarten so gestalten können, dass er sich auf natürliche Weise in die Gesamtgestaltung Ihres Grundstücks einfügt. Der Steingarten sollte an Wege, den Rasen oder andere funktionale Elemente des Gartens anschließen und sollte nicht wie ein isoliertes oder fremdes Element wirken, auch nicht, wenn sich in der Nähe größere Bauten wie Gartenhäuschen, Zelt- oder Rundbogenhallen befinden. Ein richtig gestalteter Steingarten wirkt wie ein natürlicher Bestandteil des Geländes und nicht wie ein nachträglicher Zusatz.

Wie man einen Steingarten auf ebenem Gelände und in einer Gartenecke anlegt

Wenn Sie überlegen, wie Sie einen Steingarten auf ebenem Gelände anlegen können, ist die Schaffung eines leicht erhöhten und stabilen Untergrunds die Grundlage. Ebenes Gelände wirkt zwar einfach, doch gerade hier werden am häufigsten Fehler bei der Entwässerung gemacht.

Vorbereitung des Untergrunds für den Steingarten und Entfernung des Rasens

Entfernen Sie zunächst die oberste Schicht des Rasens und des Bodens bis zu einer Tiefe von etwa 20 bis 25 cm. Dadurch schaffen Sie Platz für die Drainage und verhindern, dass Unkraut in den Steingarten eindringt. Der Untergrund sollte leicht verdichtet werden, damit er mit der Zeit nicht absackt.

Eine hochwertige Drainageschicht ist das A und O 

Legen Sie auf den Boden der Baugrube eine Drainageschicht aus grobem Kies oder Schotter mit einer Dicke von mindestens 10 cm auf. Diese Schicht ist entscheidend für den Abfluss von überschüssigem Wasser und verlängert die Lebensdauer des gesamten Steingartens erheblich. Ohne eine hochwertige Drainage bleibt selbst ein richtig angelegter Steingarten auf ebenem Gelände nicht in gutem Zustand.

Geeignetes Substrat für Steingartenpflanzen

Auf die Drainage folgt ein für Steingartenpflanzen geeignetes Substrat. Ideal ist eine Mischung aus Gartenerde, Sand und feinem Kies im Verhältnis von etwa 2:1:1. Das Substrat sollte durchlässig, aber gleichzeitig nährstoffreich genug sein, damit die Pflanzen gut wurzeln können.

Anordnung der Steine und Gestaltung des Steingartens

Erst nach der Vorbereitung des Untergrunds werden die Steine platziert. Größere Steine sollten mindestens bis zu einem Drittel ihrer Höhe eingegraben werden, damit sie natürlich und stabil wirken. Dies ist besonders an Stellen wichtig, an denen der Steingarten an Nutzflächen des Grundstücks oder an Gebäude wie beispielsweise Zelthallen angrenzt. Verlegen Sie die Steine so, dass sie sanfte Terrassen bilden und das Substrat festhalten.

Wie legt man einen kleinen Steingarten und einen Steingarten in einer Gartenecke an?

Die Anlage eines Steingartens in einer Gartenecke erfolgt nach dem gleichen Verfahren, das Ergebnis wirkt jedoch oft noch natürlicher. Der Steingarten lässt sich nahtlos an einen Zaun, eine Mauer oder ein anderes festes Element anschließen. Wenn Sie überlegen, wie Sie einen kleinen Steingarten anlegen können, ist gerade die Ecke des Grundstücks der ideale Ort. Eine Fläche von 2 bis 4 m², einige markante Steine und eine durchdachte Anordnung der Pflanzen reichen aus.

So legen Sie einen Steingarten am Hang an und befestigen den Untergrund

Beim Bau eines Steingartens am Hang ist Stabilität das Wichtigste, da Steingärten am Hang durch Regen und Schwerkraft stark beansprucht werden. Wenn Sie einen Steingarten am Hang anlegen, reicht es niemals aus, die Steine einfach nur auf die Oberfläche zu legen. Ohne eine Befestigung des Untergrunds besteht die Gefahr von Erdrutschen, der Auswaschung der Wurzeln und einer schnellen Beschädigung des gesamten Steingartens. Wenn Sie in anspruchsvollem Gelände arbeiten oder einen Hang zuverlässig befestigen müssen, sind Betonsteine in verschiedenen Größen eine geeignete Lösung.

Es empfiehlt sich, den Hang mithilfe größerer Steine, die als natürliche Stützelemente dienen, in kleinere Terrassen zu unterteilen. Eine solche Terrassierung verlangsamt den Wasserabfluss und verringert die Bodenerosion. Die Steine sollten senkrecht zum Hang verlegt und mindestens bis zu einem Drittel ihrer Höhe eingegraben werden, wobei der Höhenunterschied zwischen den einzelnen Ebenen 30 cm nicht überschreiten sollte.

Der Untergrund wird durch eine Kombination aus einer Drainageschicht aus Schotter und Geotextil befestigt, die das Auswaschen des Substrats und das Wachsen von Unkraut verhindert. Erst nach der Stabilisierung des Geländes erfolgt die Bepflanzung, idealerweise mit Arten mit einem dichten Wurzelsystem. Genauere Techniken zur Hangbefestigung finden Sie in einem separaten Artikel: Hangbefestigung: So geht’s in Eigenregie und ohne große Kosten. 

Auswahl von Pflanzen und Steinen für den Steingarten

Bei der Auswahl der Steine empfiehlt es sich, sich auf eine Gesteinsart zu beschränken, um die Komposition und Farbgebung harmonisch zu gestalten. Die Kombination mehrerer Gesteinsarten wirkt unnatürlich und störend. Am häufigsten werden Kalkstein, Sandstein oder Granit verwendet, da diese den Witterungsbedingungen gut standhalten. Die Größe der Steine sollte der Größe des Steingartens entsprechen. Für kleinere Flächen eignen sich kleinere, aber markante Steine, die einen natürlichen Blickfang bilden.

Wählen Sie die Pflanzen stets entsprechend den Licht- und Bodenbedingungen aus. Die richtige Kombination der Arten ist nicht nur aus ästhetischer Sicht wichtig, sondern auch für die langfristige Nachhaltigkeit des Steingartens. Zu den am besten geeigneten und bewährten Pflanzen für den Steingarten gehören:

  • Fetthennen (Sedum): Sie sind äußerst trockenresistent, breiten sich schnell aus und tragen zur Bodenfestigung bei, was besonders an Hängen von Vorteil ist.
  • Fettblättrige Rosen (Sempervivum): anspruchslose Sukkulenten, die extreme Temperaturen und minimale Bewässerung vertragen und sich ideal auch für Anfänger eignen.
  • Phlox (Phlox): Sie bilden dichte, blühende Teppiche, die das steinige Erscheinungsbild des Steingartens auflockern und ihm vor allem im Frühling Farbe verleihen.
  • Steinbrech (Saxifraga): Wächst gut in den Spalten zwischen den Steinen und unterstreicht so das natürliche Berg-Flair des Steingartens.
  • Lavendel: Beliebt wegen seines Dufts und seiner Fähigkeit, Bestäuber anzulocken, benötigt jedoch ausreichend Sonne und durchlässigen Boden.

Lassen Sie beim Pflanzen ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen. Wenn Sie wissen, wie man einen Steingarten anlegt, können Sie davon ausgehen, dass die meisten Steingartenpflanzen innerhalb von 2 bis 3 Jahren deutlich wachsen und die freien Stellen auf natürliche Weise ausfüllen werden – was Sie auch in Gärten zu schätzen wissen werden, in denen die Aufstellung einer Zelthalle oder eines Seecontainers zur Aufbewahrung von Gartengeräten geplant ist.

Pflege des Steingartens im Laufe des Jahres und häufige Fehler

Ein Steingarten gehört zu den pflegeleichten Gartenelementen, ganz ohne Pflege geht es jedoch nicht. Im Frühjahr empfiehlt es sich, trockene und beschädigte Pflanzenteile zu entfernen, die Stabilität der Steine zu überprüfen und das Substrat an Stellen aufzufüllen, an denen es vom Wasser weggespült wurde. Gerade die Frühjahrskontrolle hilft, größere Probleme während der Saison zu vermeiden.

Im Sommer ist die Bewässerung besonders im ersten Jahr nach der Pflanzung wichtig, bis die Pflanzen ein ausreichend tiefes Wurzelsystem gebildet haben. Die Bewässerung sollte weniger häufig, dafür aber reichlich erfolgen, damit das Wasser tief in den Boden eindringen kann. Die meisten Pflanzen (Steingartenpflanzen) vertragen Trockenheit besser als Staunässe, daher sollte man tägliches Gießen vermeiden.

Zu den häufigen Fehlern zählen eine zu dichte Bepflanzung, eine schlechte Entwässerung und die Verwendung ungeeigneter Erde, die Feuchtigkeit speichert. Viele unterschätzen auch die Planung und machen sich erst im Nachhinein Gedanken darüber, wie man einen Steingarten so anlegt, dass er seine Form behält und nicht ungeordnet wirkt. Nachbesserungen sind dann deutlich aufwendiger als eine von Anfang an korrekte Umsetzung, insbesondere wenn die Pflanzen bereits verwurzelt sind. Wenn Sie darüber nachdenken, einen anderen Teil Ihres Gartens zu verschönern, lesen Sie den Artikel: Hochbeet – Schritt für Schritt: So legen Sie es an.

Fazit 

Es spielt keine Rolle, ob Sie ein großes Grundstück oder einen kleinen Garten haben. Wenn Sie wissen, wie man einen Steingarten anlegt, können Sie praktisch überall ein funktionales und ästhetisches Element schaffen. Der Schlüssel liegt in einer guten Vorbereitung des Geländes, der richtigen Auswahl der Materialien und Geduld beim Bepflanzen – dabei können Ihnen auch die praktischen Lösungen und Inspirationen auf hagrohallen.de helfen. Ein gut gestalteter Steingarten hält ohne größere Änderungen 10 bis 15 Jahre und wird zu einem natürlichen Bestandteil Ihres Gartens.

 

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